JUROREN

Ekkehard Klemm - Dirigent und Komponist

Ekkerhard Klemm ist Professor für Dirigieren an der HfM Carl Maria von Weber in Dresden, leitet das Hochschulsinfonieorchester und die Dresdner Singakademie und ist auch als Komponist hervorgetreten. Einen Namen hat er sich insbesondere durch zahlreiche Ur-und Erstaufführungen bedeutender Werke neuer Musik gemacht, so u.a. von Tarnopolski (bei der Münchner Biennale), Terterian, Henze, Schnebel und Nono (am Staatstheater am Gärtnerplatz München), Rautavaara, Dessau, Rihm, Bengtson, Katzer, Lidholm (am Theater Vorpommern), von Kantscheli, Herchet, Voigtländer, Andre, Olbrisch, Münch, Simaku, Tulve, Weiss, Denissow ... (mit der Sächsischen Staatskapelle, der Singakademie Dresden, dem Ensemble KlangNetz Dresden und der Sinfonietta Dresden).

Klemm hat darüber hinaus bei vielen bedeutenden Orchestern und an zahlreichen Opernhäusern als Gast gearbeitet, nebenMünchen und Dresden u.a. in Schweden, Polen, Italien, Griechenland, Österreich, Tschechien und Armenien. Als Juror verschiedener Wettbewerbe arbeitete er zuletzt in Deutschland und Spanien.

Klemm

Helena Tulve - Komponistin

Helena Tulve ist eines der herausragenden Talente der zeitgenössischen estnischen Musiklandschaft. Ihre sorgfältig und verständig ausgeführten Werke umfassen vorzügliche Ausdrucksstärke und emotionale Spannung. Ihre Stücke bescheinigen den Reichtum und die Mannigfaltigkeit ihrer musikalischen Erfahrungen und Interessen: französische Spektralmusik, gregorianische Choräle und das Entwerfen exotischer Tonfolgen. Helena Tulve studierte bei Erkki-Sven Tüür am Estnischen Musikkonservatorium und schloss ihr Kompositionsstudium bei Jaques Charpentier am Conservatoire Superieur de Paris ab. Gegenwärtig lehrt sie an der estnischen Musik- und Theaterakademie in Tallinn.

Helena Tulves Werke sorgten vielerorts für internationale Aufmerksamkeit. 2004 wählte das UNESCO International Rostrum of Composers Ihr Stück ‚Sula’ zu einem der überragenden Werke. Zur gleichen Zeit gewann Sie den Jahrespreis des Estnischen Musikrats. 2006 erhielt Sie den Foundation Prince Pierre de Monaco Award and ISCM-CASH Young Composer Award. Ihre Musik erreichte Zuhörer in ganz Europa, in den USA und Kanada.

Tulve

Tobias Lampelzammer - Kontrabassist

Tobias Lampelzammer hat sein Studium des Kontrabasses in München, Stuttgart und Berlin absolviert. Seither war er Akademist der Berliner Philharmoniker und Vorspieler der Kontrabässe im Gewandhausorchester Leipzig.

Seit 2003 ist er Solo-Kontrabassist der Kammerakademie Potsdam und des Ensemble Oriol Berlin. Schwerpunkte seiner freischaffenden Aktivitäten sind die Aufführung Alter Musik auf historischen Instrumenten und solistische Auftritte mit Zeitgenössischer Musik, Uraufführungen und Performance, von denen im vergangenen Jahr besonders die Gesamtaufführung der Solostücke für Kontrabass von Giacinto Scelsi im Klanggarten Greulich in Zürich, sowie ein Cage-Scelsi-Abend mit befreundeten Musikern im Potsdamer Nikolaisaal hervorzuheben sind.

Klemm

Claudia Herr - Mezzosopran und Konzertperformerin

Claudia Herr absolvierte Ihre Diplome in Solo-Konzert-Gesang und Vokal-Pädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Im Anschluss studierte sie als Stipendiatin des Muraltengutes Zürich Gesang in der Schweiz.

Seit über zehn Jahren widmet sie sich intensiv der Neuen Musik und dem zeitgenössischen Musiktheater. Sie arbeitete mit Komponisten wie Aribert Reimann, Karlheinz Stockhausen, Rainer Rubbert, Martin Daske, Sidney Corbett, Juliane Klein, Walter Zimmermann und vielen anderen mehr. Ein großer und viel beachteter Erfolg war 2008 ihre Gestaltung der Hauptrollenpartie (Henriette/Marquise von O.) in der Uraufführungsproduktion der „Kleist Oper“ von Rainer Rubbert und Tanja Langer am Theater Brandenburg.

Neue Wege beschritt sie beispielsweise mit „AquAria“, bei dem sie neuartige Unter-Wasser-Gesangstechniken mit zeitgenössischer Musik in einer einzigartigen Konzertperformance verband und seitdem weiterentwickelt. Claudia Herr war Gewinnerin des 1. Preises der „Globusklänge Deutschland“ der FiFa¬Fußball-WM 2006 in Kooperation mit der Initiative Neue Musik Berlin.

Klemm

Franz Martin Olbrisch - Komponist

Franz Martin Olbrisch ist Professor für Elektronische Musik an der HfM Carl Maria von Weber in Dresden und leitet dort das Studio für Elektronische Musik. Zahlreiche Kompositionspreise und Stipendien führten ihn unter anderem nach Olevano, Basel, Los Angeles und Paris.1994, 2004 und 2006 war er Dozent bei den Internationalen Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, wo er auch in diesem Jahr wieder als Dozent tätig sein wird.

Sein Schaffen umfasst ein weites Spektrum, von Instrumentalwerken und elektroakustischer Musik über Klanginstallationen und -environments bis hin zu einzelnen Videoarbeiten. Olbrischs Werke wurden aufgeführt bei den World Music Days in Yokohama und Stuttgart, den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Festival international des musiques experimentales in Bourges, der International Computer Music Conference (ICMC), dem VIPER-Festival in Basel usw.

Seine elektronischen Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit den Eleklronischen Studio der TU-Berlin, dem Studio der Heinrich-Strobel-Stiftung in Freiburg, dem ZKM in Karlsruhe und dem INA-GRM in Paris. Zu den Interpreten seiner Kompositionen zählen Ensembles wie das Radio-Sinfonieorchester des SWR, das HR-Sinfonieorchester, das Arditti Quartet, das Klangforum Wien und das Ensemble Recherche.

Olbrischt